Teil 2 meiner Reise im September 2010 in die USA

Unser Haus im Simonton Court

Heute möchte ich gerne über die Tage nach meiner Kreuzfahrt mit der Oasis of the Seas berichten. Wir hatten nach der Kreuzfahrt noch 3 Tage Zeit, um die Sonne in Florida zu genießen (oder auch nicht genießen, da man hier aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit 24 Stunden durchgeschwitzt ist). Wir entschließen uns am ersten Tag nach der Kreuzfahrt auf die Florida Keys zu fahren. Unser erstes Ziel ist der Biscayne National Park, wo es wunderbare Korallenriffe zu bewundern gibt. Leider sind wir hier vergebens, denn die Glass Bottom Boat Touren beginnen erst wieder Ende September. Wir fahren auf die erste Insel der Keys „Key Largo“, wo wir im John Pennekamp Coral Reef State Park eine Glass Bottom Boat Tour mitmachen, die uns zu wundervollen Korallenriffen entführt. Dort bestaunen wir die fabelhafte Natur und die zahlreichen Fischarten. Und das ohne nass zu werden in einem Boot, wo der Boden aus Glas ist. Die Tour geht 2,5 Stunden. Wir fahren weiter die Keys entlang und irgendwann kurz vor Key West machen wir an einem Visitor Center halt. Wir möchten hier gerne Last Minute ein Hotel für Key West bekommen. Die total aufgedrehte Dame telefoniert ein wenig herum und schließlich bucht sie uns in ein „Hotel“ ein. Wir fahren bis nach Key West, und siehe da, dieses edle Anwesen ist nur ein Block von der Duval Street entfernt, so dass man alle Sehenswürdigkeiten bequem per Fuss erreichen kann. Die Unterkunft im Simonton Court ist wirklich einzigartig. Es besteht aus verschiedenen kleinen Häuschen und unserer Villa (Mansion 1). Der Preis pro Nacht liegt bei unserem Zimmer bei 400 Dollar in der Hauptsaison, wir konnten das Zimmer für gerade mal ca. 99 Euro ergattern… Abends laufen wir zum Mallory Square, wo wir uns den berühmt berüchtigten Sonnenuntergang mit Hunderten anderen Schaulustigen ansehen. Ja, das ist schön! Danach geht es vorbei an Sloppy Joe´s Bar zu unserer Villa. Am nächsten Morgen laufen wir zu einer Laundry, die ca. 50 Meter von uns entfernt ist. Hier wasche ich das erste Mal in meinem Leben in einem Waschsalon. Aber was für einer: keine richtigen Fenster, mega schrotte alte XXL-Waschmaschinen und naja, es ist alles sehr heruntergekommen. Wir waschen hier die Wäsche und gehen dann wenig später auf der Duval Street spazieren, bis wir zum Mostsouthern Point of the USA ankommen.

Hier ein paar Fotos gemacht, geht es endlich zu Hemingway´s House (da waren wir schon letztes Jahr). Dort streichel ich einige der 48 hier ansässigen Katzen. Schön hier! Danach gehen wir zurück zu unserem Zimmer und es beginnt draussen an zu gewittern (passiert hier sehr häufig im September). Am nächsten Tag setzen wir unsere Reise fort in die Everglades, hier sehen wir unter anderem Alligatoren, riesige Schildkröten, Vögel, XXL-Heuschrecken und Mücken, welche mich stechen. Abends übernachten wir in Fort Lauderdale. Gestern ist dann der Flug nach Deutschland gestartet und momentan befinde ich mich noch im Zug auf dem Weg nach Oldenburg. Auf den ersten Zug von Frankfurt nach Oldenburg mit Umstieg in Hannover wartete ich 1,5 Stunden, dieser Zug hatte eine Verspätung von 15 Minuten. Die Weiterfahrt nach Hannover wurde behindert, sodass der Zug mit insgesamt 22 Minuten Verspätung Hannover erreichte. Ich hatte somit 2 Minuten Zeit von Gleis 5 zu Gleis 8 zu finden. Unter Strom rannte ich samt Rucksack und Tüte zum Gleis und hatte Glück, der ICE war noch an Ort und Stelle. Dann ging die Reise weiter nach Bremen. Da dieser Zug mittlerweile auch eine Verspätung von über 10 Minuten hatte, war die Weiterreise nach Oldenburg gefährdet. Glücklicherweise hatte aber auch der Anschlusszug nach Oldenburg Verspätung, so dass ich jetzt im Zug sitze und froh bin, wenn diese laaaaange Reise endlich vorbei ist.
Soeben telefonierte ich mit Sandy, die ja im Flugzeug von Frankfurt nach München war. Sie berichtete mir das Unglaubliche, was diesen Tag zu einem noch durchgedrehteren macht: Während ich schon im Zug nach Oldenburg saß, hing Sandy nach einem dreimaligen Gatewechsel im Flugzeug fest, welches eh schon 30 Minuten zu lange am Gate stand und ein Crewmemeber rief „Frau Hoppmann“ bitte bei der Crew melden. Oh je, … Irgendwann ist Sandy dann nach vorne zu einem Steward gegangen um die Lage aufzuklären. Nachdem dann klar war, dass ich den Flug nicht wahrgenommen habe, aber der Koffer noch im Gepäckraum stand, musste das Flugzeug abermals 30 Minuten weiter stehen, weil die Airline meinen Koffer suchen musste!!!! Oh ha….Jetzt ist Sandy ohne meinen Koffer in München angekommen, weil Lufthansa meinen Koffer in Frankfurt aus dem Flugzeug entfernt hat. Und nun??? Tja, laut Sandy´s Informationen wird mir der Koffer von Lufthansa nach Hause transportiert, ich hoffe baldigst, weil irgendwann hört der Spass doch auf, oder?!
Das war mein Urlaub in Florida 2010. Verrückter hat ein Urlaub noch nie geendet. Ich bin wirklich sehr froh, wenn ich gleich zuhause bei meinen Liebsten bin! Und da bleib ich auch erstmal!


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